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Über Autismus

Spätdiagnostizierter Autismus und Masking

Es kommt vor, dass Autismus erst im Erwachsenenalter erkannt und diagnostiziert wird, nicht selten nach vorangegangenen Fehldiagnosen. Meist haben die Betroffenen dann schon vor der offiziellen Diagnose ihr Leben lang das Gefühl, irgendwie anders, komisch oder falsch zu sein. Sie fühlen sich in sozialen Situationen nicht zugehörig und fehl am Platz – und versuchen unbewusst ihre autistischen Eigenschaften und Bedürfnisse zu maskieren, sich anzupassen und möglichst „normal“ zu wirken. Da dies unter größtem Kraftaufwand geschieht, kommt es früher oder später zum autistischen Burnout. Frauen fällt es generell leichter als Männern, sich sozial anzupassen, weshalb es mehr spätdiagnostizierte Frauen gibt.

[Erfahrungsberichte von den Allgäu-Auties]